Unternehmen
Prozess
So funktioniert die Tierkörperbeseitigung für Sachsen
#01
Auftragsannahme und Abholung
Die Kunden melden den Abholauftrag telefonisch bei den Mitarbeiterinnen in der Auftragsannahme an. Der Auftrag wird erfasst, automatisch einer Tour zugeordnet und elektronisch auf das mobile Datenerfassungsgerät des LKW übertragen.
Die Auftragsannahme ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 6.30 Uhr bis 16.00 Uhr besetzt. Außerhalb dieser Zeit können Abholaufträge auf den Anrufbeantworter gesprochen werden.
Jedes Fahrzeug, das in den Betrieb einfährt, wird verwogen. Damit werden die Mengen erfasst, das ist Voraussetzung für die Erstellung der Gebührenbescheide, Betriebsstatistiken und die korrekte Abrechnung gegenüber den Kostenträgern.
Verwogen werden ebenfalls die Fahrzeuge, die die Produkte Tiermehl und Tierfett abholen.
Der Fuhrpark umfasst derzeit 22 Spezialfahrzeuge. Die Fahrzeuge sind mit Edelstahlaufbauten versehen, die einen hygienischen Transport gewährleisten. Die Fahrer sind werktags im Verbandsgebiet unterwegs, um kurzfristig nach der Anmeldung beim Kunden zu sein.
Die Fahrzeuge, die in Behältern bereitgestellte tierische Nebenprodukte abholen, wiegen diese beim Kunden. Damit ist eine gewichtsmäßige Abrechung möglich.
#02
Rohwarenhalle
In der Rohwarenhalle werden von den Tierfahrzeugen die Rinder und Kälber sowie Schafe und Ziegen aussortiert. Entsprechend den gesetzlichen Regelungen erfolgt die TSE-Beprobung (Transmissible Spongiforme Enzephalopathie) von Rindern, Schafen und Ziegen durch zuständige Veterinäre. Rinder und Kälber werden enthäutet.
Die Fahrzeuge verlassen die Rohwarenhalle durch die Fahrzeugwäsche, dort werden sie gereinigt und desinfiziert.
#03
Rohwarenverarbeitung
In der Schaltwarte werden durch Mitarbeiter alle Produktionsvorgänge gesteuert und überwacht. Die Rohware wird durch Brecher zerkleinert und in einen pumpfähigen Zustand gebracht.
Die Sterilisation des so entstandenen Produktes wird bei einer Temperatur von 133 °C bei 3 bar für die Dauer von 20 Minuten elektronisch sichergestellt und dokumentiert.
Die Dampfkessel in der Energiezentrale können mit Erdgas, Erdöl und auch mit selbst erzeugtem tierischen Fett betrieben werden. Die Produktionsvorgänge in der TBA sind thermische Prozesse, deshalb ist der Brennstoff ein großer Kostenfaktor. Die Wahl des Brennstoffs ist abhängig von den jeweiligen Marktpreisen.
#04
Verladung
Dem sterilisierten Produkt wird in großen Scheibentrocknern das Wasser entzogen. Das getrocknete Material durchläuft anschließend die Pressen, die das Tierfett vom Feststoff (,,Schilfer“) trennen. Der Schilfer wird anschließend in einer Mahlanlage zu Tiermehl zerkleinert. Danach wird das Tiermehl über Elevatoren und Schnecken in die Tiermehlsilos befördert, in denen es bis zur Verladung auf geeignete LKW gelagert wird.
Das Tierfett wird dekantiert und separiert, um enthaltene Feststoffe zu entfernen. Danach wird es in die Fettlagertanks gepumpt, in denen es entweder bis zur Verbrennung in der TBA oder bis zur Verbringung mit Spezialfahrzeugen in externe Verwertungsanlagen gelagert wird.